Der Dry January und seine Bedeutung
Der ‚Dry January‘ hat sich in den letzten Jahren zu einem regelrechten Phänomen entwickelt. Ursprünglich in Großbritannien gestartet, ermutigt dieser Monat die Menschen, auf Alkohol zu verzichten und eine gesündere Lebensweise zu führen. Die Idee ist, nach den oft exzessiven Feiertagen im Dezember eine Pause einzulegen und Körper sowie Geist zu entgiften.
Statistiken und Trends
Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2025 nahmen weltweit über 4 Millionen Menschen am Dry January teil. In Österreich allein waren es mehr als 200.000 Teilnehmer, was zeigt, wie populär dieser Trend geworden ist. Doch nicht jeder ist von dieser Bewegung begeistert, was das neue Magazin von KALK&KEGEL eindrucksvoll unter Beweis stellt.
KALK&KEGELs provokantes Magazin
Mit ihrer fünften Ausgabe des halbjährlich erscheinenden Printmagazins sorgt KALK&KEGEL für Aufsehen. Anstatt den Alkoholverzicht zu feiern, widmet sich das Magazin dem Thema Rausch in all seinen Facetten. Auf 144 Seiten wird der Rausch nicht nur mit Alkohol, sondern mit Geschwindigkeit, Musik und sogar Kunst in Verbindung gebracht.
Vielfältige Themen
- Interview mit der Kulturanthropologin Lena Papasabbas über den gesellschaftlichen Nutzen des Rausches.
- Einblicke in das Leben der Downhill-Mountainbikerin Vali Höll und ihren Adrenalin-Rausch.
- Besuch einer traditionellen Schnapsbrennerei in China.
- Gespräch mit dem Berliner Rapper und Weinpodcaster Sebastian Moser alias Curly über Musik und Drogen.
Diese Themen zeigen, dass Rausch nicht nur negativ konnotiert sein muss, sondern auch positive Aspekte haben kann.
Ein bewusster Gegenpol zur aktuellen Diskussion
Michael Pöcheim-Pech, der Herausgeber von KALK&KEGEL, betont, dass das Magazin keineswegs Alkohol glorifizieren möchte. Vielmehr soll es einen Gegenpol zum aktuellen Diskurs schaffen, der Rausch oft nur negativ sieht. ‚Der Rausch ist allgegenwärtig und hat seit tausenden Jahren auch viel Positives für die Gesellschaft geleistet‘, erklärt Pöcheim-Pech.
Kulturelle und historische Perspektiven
Seit Jahrtausenden spielt Rausch in verschiedenen Kulturen eine bedeutende Rolle. Schon die alten Griechen nutzten Wein bei ihren Festen, um den Göttern näher zu kommen. In vielen indigenen Kulturen sind Rauschzustände durch Pflanzenrituale ein Weg zur spirituellen Erleuchtung. Solche historischen Hintergründe machen deutlich, dass der Rausch auch eine kulturelle Dimension hat.
Prominente Stimmen und Expertenmeinungen
Das Magazin enthält Beiträge von bekannten Persönlichkeiten aus der Kulinarik, wie dem 3-Sterne-Koch Juan Amador, der in seiner neuen Passion als Künstler den Rausch der Kreativität erforscht. Lukas Mraz, Philip Rachinger und Felix Schellhorn von der Healthy Boy Band sowie die Tortenkünstlerin Sophia Stolz teilen ebenfalls ihre Perspektiven zum Thema Rausch.
Expertenzitate
Dr. Hans Müller, ein renommierter Psychologe, erklärt: ‚Rauschzustände können helfen, den Alltag zu vergessen und neue kreative Ideen zu entwickeln. Wichtig ist der bewusste Umgang damit.‘
Vergleich mit anderen Bundesländern
Interessanterweise gibt es regionale Unterschiede in der Wahrnehmung des Rausches. Während in Wien das Nachtleben floriert und Rausch oft mit Feiern assoziiert wird, ist in ländlichen Gebieten wie der Steiermark der Genuss von Wein und Schnaps in geselliger Runde ein kulturelles Erbe.
Die Auswirkungen auf den normalen Bürger
Für den Otto Normalverbraucher stellt sich die Frage, wie sich solche Magazine auf die eigene Lebensweise auswirken. Einige könnten inspiriert werden, ihren Alkoholkonsum zu überdenken, während andere vielleicht neue alkoholfreie Alternativen entdecken.
Der Hype um alkoholfreie Getränke
Ein weiterer Trend, den das Magazin beleuchtet, ist der Boom von alkoholfreien Getränken in der Sommellerie. Immer mehr Menschen suchen nach geschmackvollen Alternativen zu alkoholischen Getränken, was dem Markt einen enormen Auftrieb gibt.
Zukunftsaussichten
Die Zukunft des Rausch-Magazins scheint gesichert, da es sowohl in Österreich als auch in Deutschland im gut sortierten Handel und online für 27 Euro erhältlich ist. Die kontroverse Themenwahl und die hochkarätigen Beiträge versprechen, auch in den kommenden Ausgaben für Gesprächsstoff zu sorgen.
Fazit
Mit ihrem neuesten Magazin setzt KALK&KEGEL einen bewussten Kontrapunkt zum Dry January und regt dazu an, den Rausch aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Ob dies eine positive oder negative Entwicklung ist, bleibt dem Leser überlassen. Eines ist jedoch sicher: Dieses Magazin wird noch lange für Diskussionen sorgen.