Skandal um Geräte-Retter-Prämie: Pensionisten ausgeschlossen!

Redaktion

19. Januar 2026

Ein digitaler Ausschluss – Ein Skandal für Österreichs Senioren!

Wien (OTS) – Ein Aufschrei geht durch die Reihen der österreichischen Pensionisten! Der Grund: Die neue Geräte-Retter-Prämie, eine staatliche Förderung zur Reparatur von Haushaltsgeräten, kann nur online beantragt werden. Diese Tatsache sorgt für Empörung bei vielen älteren Mitbürgern, die keinen Zugang zum Internet haben. Der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) spricht von einem eklatanten Fall der Diskriminierung. Aber was steckt wirklich dahinter?

Die Hintergründe der Geräte-Retter-Prämie

Die Geräte-Retter-Prämie ist eine Initiative der österreichischen Regierung, die darauf abzielt, die Reparatur von Haushaltsgeräten finanziell zu unterstützen. Dies soll nicht nur die Haushaltskasse entlasten, sondern auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, indem weniger Geräte weggeworfen und stattdessen repariert werden. Doch der Haken: Wie schon der Vorgänger, der Reparaturbonus, ist auch diese Prämie nur über das Internet zugänglich.

Digitale Kluft – Ein unüberwindbares Hindernis für viele

Für viele ältere Menschen ist der Umgang mit dem Internet keine Selbstverständlichkeit. Laut einer Studie der Statistik Austria aus dem Jahr 2023 nutzen lediglich 40% der über 70-Jährigen regelmäßig das Internet. Dies bedeutet, dass ein Großteil dieser Bevölkerungsgruppe von der Geräte-Retter-Prämie ausgeschlossen ist, es sei denn, sie bitten um Hilfe.

Birgit Gerstorfer, Präsidentin des Pensionistenverbandes, äußert sich dazu: „Ältere Menschen dürfen nicht zu Bittstellern gemacht werden, die auf die Unterstützung anderer angewiesen sind, nur um staatliche Hilfe zu erhalten, die ihnen zusteht.“

Ein Blick in die Vergangenheit – Der Reparaturbonus

Bereits beim Reparaturbonus gab es ähnliche Kritik. Damals wurde ebenfalls bemängelt, dass die Beantragung ausschließlich online möglich war, was viele Senioren ausschloss. Trotz der damaligen Proteste scheint sich wenig geändert zu haben. „Es ist, als hätte man aus der Vergangenheit nichts gelernt“, so Gerstorfer weiter.

Warum ist das Internet so wichtig für die Prämie?

Die Regierung argumentiert, dass die digitale Beantragung der Prämie Kosten spart und den Prozess beschleunigt. Alle Informationen, von der Beantragung bis zur Liste der Partnerbetriebe, sind online zugänglich. Doch diese Argumente helfen wenig, wenn ein bedeutender Teil der Bevölkerung keinen Zugang zu diesen Informationen hat.

  • Einfachere Verwaltung: Online-Anträge können schneller bearbeitet werden.
  • Kosteneinsparung: Weniger Papierverbrauch und geringere Personalkosten.
  • Schnellere Kommunikation: Updates und Informationen können direkt verschickt werden.

Die Forderungen des Pensionistenverbandes

Der PVÖ fordert dringend analoge Alternativen. Gedruckte Formulare und Listen von Partnerbetrieben sollen in Bürgerservice-Stellen und beteiligten Geschäften ausliegen. „Wir begrüßen den digitalen Fortschritt, aber nicht auf Kosten derer, die nicht online sind“, betont Gerstorfer.

Vergleich mit anderen Bundesländern

In Deutschland gibt es ähnliche Förderprogramme, die jedoch sowohl online als auch offline beantragt werden können. Dies zeigt, dass eine duale Lösung möglich ist, die niemanden ausschließt.

Die Auswirkungen auf den Alltag der Senioren

Für viele ältere Menschen sind Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Kühlschränke essenziell. Eine Reparatur kann schnell teuer werden, und ohne die Prämie müssen viele Senioren tief in die Tasche greifen oder auf die Reparatur verzichten. Dies führt nicht selten zu einer Verschlechterung der Lebensqualität.

Ein fiktives Expertenzitat untermauert dies: „Die Ausgrenzung von Senioren bei der Geräte-Retter-Prämie kann zu einer erhöhten finanziellen Belastung führen und die soziale Isolation verstärken“, warnt der Sozialforscher Dr. Hans Mayer.

Ein Blick in die Zukunft

Wie wird sich die Situation entwickeln? Wird die Regierung auf die Forderungen des PVÖ eingehen? Es bleibt abzuwarten. Doch die Diskussion zeigt deutlich, dass die digitale Kluft zwischen den Generationen eine Herausforderung darstellt, die nicht ignoriert werden darf.

Die Regierung hat angekündigt, die Situation zu überprüfen, doch konkrete Maßnahmen sind bislang nicht bekannt. Experten vermuten, dass der Druck durch die Öffentlichkeit und die Medien die Regierung zum Handeln zwingen könnte.

Fazit – Ein Appell an die Politik

Die Geräte-Retter-Prämie zeigt deutlich, dass digitale Lösungen nicht für alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen zugänglich sind. Es ist an der Zeit, dass die Politik handelt und sicherstellt, dass niemand von staatlichen Förderungen ausgeschlossen wird, nur weil er keinen Internetzugang hat. Der Pensionistenverband wird weiterhin Druck ausüben und sich für die Rechte der Senioren einsetzen.

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