Schockierende Enthüllung: Über 1.300 geschützte Tiere in Österreich getötet!

Redaktion

18. Mai 2026

Ein erschütternder Bericht des WWF

Wien (OTS) – Der neueste Report des WWF Österreich sorgt für Aufsehen: Seit 2020 wurden mehr als 1.300 geschützte Tiere in Österreich getötet. Diese alarmierende Zahl umfasst sowohl behördlich genehmigte Abschüsse als auch illegale Tötungen. Der WWF schlägt Alarm und fordert dringende Maßnahmen zur Rettung dieser bedrohten Arten.

Die erschreckenden Zahlen im Detail

Laut dem WWF-Report wurden 1.215 Tiere durch behördlich genehmigte Abschüsse getötet. Darunter fallen 587 Biber, 565 Fischotter und 63 Wölfe. Zusätzlich fielen 113 Tiere der Wildtierkriminalität zum Opfer, darunter 78 geschützte Eulen und Greifvögel, neun Seeadler, 15 Biber, 14 Fischotter, fünf Wölfe und ein Luchs. Diese Zahlen basieren auf Auswertungen von Behördenangaben und dokumentierten Fällen illegaler Verfolgung.

Ein gefährlicher Rückschritt im Artenschutz

Die Naturschutzorganisation WWF sieht in dieser Entwicklung einen gefährlichen Rückschritt für den Artenschutz in Österreich. „Alle zwei Tage wird ein geschütztes Tier zum Abschuss freigegeben oder illegal getötet. Diese Entwicklung ist ein gefährlicher Rückschritt für den Artenschutz in Österreich“, warnt WWF-Programmleiterin Hanna Simons.

Die Forderungen des WWF

Der WWF startet eine neue Kampagne unter dem Motto „Wild sein ist kein Verbrechen“ und fordert Bund und Länder zum Handeln auf. Die Organisation verlangt ein Ende der „sinnlosen Tötung geschützter Arten“ und die konsequente Einhaltung der EU-rechtlichen Vorgaben zum Artenschutz. Anstelle von Abschüssen fordert der WWF mehr Herdenschutz, Prävention und Akzeptanz für Wildtiere.

Unterstützung von prominenter Seite

Unterstützung erhält die Initiative vom Schauspieler Gregor Seberg, bekannt als TV-Kommissar und Naturschützer. Gemeinsam mit dem WWF warnt Seberg vor einer gesellschaftlichen Gewöhnung an die Verfolgung geschützter Wildtiere. „Wildtiere wie Wolf, Biber, Luchs oder Seeadler gehören zu Österreich und haben ein Recht auf ihren Lebensraum. Es darf nicht zur Normalität werden, dass geschützte Arten abgeschossen oder illegal getötet werden“, so Seberg.

Besonders betroffen: Kärnten, Oberösterreich und Niederösterreich

Der WWF weist darauf hin, dass besonders viele Tötungen in den Bundesländern Kärnten, Oberösterreich und Niederösterreich verzeichnet wurden. In Kärnten wurden 258 Fischotter getötet, in Oberösterreich 125 und in Niederösterreich 106. Bei den Bibern verzeichnete Niederösterreich 363 und Kärnten 216 Abschüsse. Diese Bundesländer erlauben pauschale Abschüsse von Bibern und Fischottern per Verordnung, was der WWF als „Dauer-Verstoß“ gegen europäisches Artenschutzrecht kritisiert.

Kritik an tierschutzwidrigen Praktiken

Besonders kritisch sieht der WWF die Praxis in Kärnten, wo Fischotter mit „Conibearfallen“ getötet werden dürfen. Diese Bügelfallen sind europarechtlich untersagt und in anderen Ländern verboten, da sie auch für Haustiere oder Menschen gefährlich werden können. „Es ist völlig unverständlich, dass solche Fallen trotz massiver Tierschutzbedenken eingesetzt werden dürfen“, kritisiert Hanna Simons.

Warum der Schutz von Wildtieren so wichtig ist

Wildtiere spielen eine entscheidende Rolle in unseren Ökosystemen. Biber beispielsweise helfen gegen Trockenperioden und schaffen Lebensräume für viele andere Arten. Ihre Verfolgung sendet ein fatales Signal und gefährdet das ökologische Gleichgewicht. Der WWF fordert daher mehr Aufklärung und Maßnahmen zum Schutz dieser wichtigen Tierarten.

Ein Blick in die Zukunft

Der WWF hofft, durch seine Kampagne und die Unterstützung prominenter Persönlichkeiten wie Gregor Seberg, das Bewusstsein für den Schutz von Wildtieren in der Öffentlichkeit zu schärfen. Die Petition „Lasst sie leben“ soll Bund und Länder dazu bewegen, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Tötung geschützter Arten zu stoppen und die EU-rechtlichen Vorgaben zum Artenschutz konsequent einzuhalten.

Fazit

Der aktuelle Report des WWF ist ein Weckruf für den Artenschutz in Österreich. Die erschreckenden Zahlen und die anhaltende Bedrohung geschützter Tierarten erfordern dringende Maßnahmen. Es liegt an uns allen, den Druck auf die Politik zu erhöhen, um das Überleben dieser wertvollen Tiere zu sichern und das ökologische Gleichgewicht zu bewahren.

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